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Christofori / Kielmayer .:. Valentin Magaro

Christofori, Ralf und Oliver Kielmayer, Valentin Magaro. Stuttgart: Arnoldsche Art Publ., 2009. 135 Seiten mit Abbildungen. Pappband (gebunden). 4to.
* Ausstellung von 19. April bis 24. Mai in der Kunsthalle Winterthur. Deutsch und englisch. Noch eingeschweisst; Daten gemäss DNB.

Christofori Ralf und Oliver Kielmayer | Kunstausstellung | Ausstellungskatalog | Exhibition Catalogue | Kuenstlermonographie | Valentin Magaro




 Christofori / Kielmayer .:. Valentin Magaro

Das Hereinbrechen des Absurden in die Normalität: Für den Künstler Valentin Magaro als studierten Zeichner wäre es ein Leichtes, Menschen und Objekte naturalistisch darzustellen. Dennoch geht er in seinen Zeichnungen und Gemälden einen anderen Weg. Während er den Menschen stets stark schematisiert, ihn beispielsweise in Form einer Gliederpuppe darstellt, scheinen seine skurrilen Bauten einem selbstorganisierten Wachstum zu entspringen.
Die Trennung zwischen lebloser Materie und beseeltem Lebewesen ist in den Arbeiten des 1972 geborenen Schweizers nahezu unmöglich. Vielmehr stehen puppenhaft wirkende Menschen in seinen Bildern oft in schmerzvollen Kontexten. Dennoch geht es Valentin Magaro nicht etwa um blutrünstige Effekthascherei. Vielmehr schafft er es, durch die Nüchternheit seines zeichnerischen Stils, das Einfühlungsvermögen und die Vorstellungskraft zu stimulieren. Vor dem geistigen Auge des Betrachters entstehen aus den neutralen und exakten Formen neue monströse Bilder unangenehmer hybrider Wesen. Die Wirklichkeit wird dekonstruiert und zu alptraumhaften Szenen rekombiniert.
Referenzen an die surrealen Illustrationen eines Max Ernst verbinden sich in diesen Bildwelten mit Assoziationen an M. C. Eschers perspektivische Unmöglichkeiten und mit erzählerischen Verfahren des Comic des 20. Jahrhunderts. Und wenn Valentin Magaros Bildfindung auf den ersten Blick auch kontrolliert und kalkuliert erscheinen mag, offenbart sich beim genaueren Hinsehen doch das exakte Gegenteil: die Verselbständigung der ins Leben gerufenen Bilder und deren inhaltliche Unkontrollierbarkeit.


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