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Klappentext Paul Klee wurde im Oktober 1920 von Walter Gropius an das Bauhaus berufen. Damit begann eine neue Epoche in Leben und Werk des Künstlers; die zehn Jahre am Bauhaus bedeuten eine Wende und einen Höhepunkt in seiner Kunst. Seit der Zeit seiner Verbindung zum Kreis des Blauen Reiter (1911) hatte Klee seinen künstlerischen Weg in persönlicher Abgeschlossenheit beschritten. Am Bauhaus trat er in ein Kollektiv ein, das sich das architektonische Gesamtkunstwerk zur Aufgabe stellte. In dieser Darstellung galt es folglich nicht allein, das bildnerische Werk des Malers mit den gleichzeitigen Arbeiten und Absichten anderer Bauhaus-Meister wie Kandinsky, Schlemmer oder Moholy-Nagy in Beziehung zu setzen, sondern namentlich der Auswirkung nachzuspüren, die das vielzitierte Postulat von Gropius — »Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau« — für Klees Lehrsystem und Kunstschaffen hatte. Die künstlerische Ausbildung am Bauhaus galt dem Forschen nach den Gesetzen der Form. Der Architektur war dabei die Rolle zugedacht, durch das Erfassen der ihr innewohnenden Prinzipien, neues Licht auf das Gesetzhafte der bildenden Künste zu werfen. Die pädagogische Aufgabe verlangte die Entwicklung und Durcharbeitung eines theoretischen Systems. Dies bedingte — wie Klee gestand —, daß er sich genau klar werden mußte über das, was er bis dahin meist unbewußt getan hatte. Klee griff zu diesem Zweck vielfach auf die in den >Tagebüchern< verzeichneten theoretischen Gedanken und Erfahrungen zurück und entwickelte diese zu einem systematischen Lehrgebäude für den Unterricht. Seine beiden Aufsätze >Wege des Naturstudiums< (1923) und >Exakte Versuche im Bereich der Kunst< (1928) erläutern die befolgte Methode. Paul Klees künstlerisches Schaffen der Bauhauszeit ist vom Willen zur absoluten bildnerischen Gestaltung beherrscht. Wichtiger als konkret Gegebenes und Abbildhaftes sind Tektonik und formaler Aufbau. Der Lehre von Statik und Dynamik kommt außerordentliche Bedeutung zu. Das statischdynamische Begriffspaar ist eng mit der Stillehre verknüpft, das Formale muß —einer Aussage des Künstlers folgend — mit der Weltanschauung verschmelzen. Mit diesem Buch erscheint die erste umfassende Darstellung der Jahre, in denen Klee am Bauhaus, zuerst in Weimar, später in Dessau, unterrichtete. Das Werk entstand nach gründlichem Studium der theoretischen Schriften des Malers, die in der Paul-Klee-Stiftung in Bern verwahrt werden. Erstmals werden hier auch Auszüge aus noch unpublizierten Aufzeichnungen zitiert; viele der hier abgebildeten Werke sind Erstveröffentlichungen. 130 Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde aus privaten und öffentlichen Sammlungen in Europa und Amerika werden eingehend analysiert, wobei die von Klee für den Bauhaus-Unterricht ausgearbeitete Form- und Gestaltungslehre die Grundlage der Deutung lieferte. Besonders aufschlußreich ist eine Gruppe der wenig bekannten darstellenden geometrischen Zeichnungen des Malers, an denen Geelhaar ihre Verwendung in der Bildkomposition aufzeigt. Reproduktionen zweier von Klee gezeichneter Schemata zur Organisation des Bauhauses und eines unveröffentlichten Briefes ergänzen den Bildteil. Im Anhang folgen ein Verzeichnis der Lebensdaten, ausgewählte Bibliographie und ein chronologisches Verzeichnis der abgebildeten Werke. | ||||