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Moritz August von Thümmel (1738–1817) war ein einflussreicher deutscher Schriftsteller der Aufklärung und ein enger Zeitgenosse Wielands, dessen heiter-sinnlichen Stil er massgeblich mitprägte. Die bei Göschen erschienene Ausgabe seiner «Sämmtlichen Werke» (1856) umfasst sein schmales, aber literarhistorisch bedeutendes Œuvre. Sein Hauptwerk ist der Roman «Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich» (1791–1805; hier in den Bänden 1-7), der weniger eine reale Reisebeschreibung als vielmehr ein fiktionaler, oft frivoler und humorvoller Empfindsamkeitsroman in der Tradition von Laurence Sterne ist. Ein weiteres bekanntes Werk ist das komische Epos «Wilhelmine» (1764; hier in Band 7), das den steifen Hof- und Beamtenadel seiner Zeit parodiert. Thümmel, der lange als Minister in Coburg wirkte, galt seinen Zeitgenossen als Meister der galanten und eleganten Prosa, wurde jedoch wegen der teils lüsternen Untertöne seiner Texte auch kritisiert. Der abschliessende 8. Band enthält Vermischte Gedichte,Die Inoculation der Liebe, Das Erdbeben von Messina und Nachrichten von Thümmels Leben. | ||||