Marius .:. Die hollaendische Malerei

Marius, G. H., Die holländische Malerei im neunzehnten Jahrhundert. Berlin: S. Fischer, 1906. VI, 490 Seiten mit Abbildungen und Register. Halbpergamentband mit Rückenprägung, Kopfgoldschnitt und Lesebändchen. 234 x 175 mm.
* Deutsch von H. Kossmann-Kliver 1906. - Einband mit Flecken, Vortitelblatt mit Knitterspur.

Marius G H | XIX Jahrhundert | Kunstgeschichte | Malerei


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Das vorliegende Buch hat bei seinem Erscheinen im Jahre 1903 in Niederland berechtigtes Aufsehen erregt. Hier war auf Grund umfassender Studien, schriftlicher und reichlicher mündlicher Quellen mit hervorragender eigner künstlerischen Anlage und Beobachtungsgabe zum ersten Male der Versuch gemacht, die Strömungen der niederländischen Malerei im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts in Gruppen zusammenzufassen und die Künstlerindividuen dieser Zeit geschichtlich einzuordnen. Die ältere Periode des neunzehnten Jahrhunderts, seinerzeit der Stolz der Zeitgenossen, ist durch den Glanz der späteren derart in den Hintergrund getreten, und selbst in Niederland so durchaus verachtet und vergessen, dass ihre Darstellung in geschichtlichem Rahmen die erste Wiedererweckung, und die Arbeit Neubruch ist. Die neuere Periode ist freilich im Einzelnen auch in Deutschland berühmt und bekannt genug; und es ist dem Publikum auch vielfach Gelegenheit gegeben worden die historische Bedeutung derselben verstehen zu lernen — aber eine zusammenfassende Behandlung aller Gruppen ist doch in diesem Werke zum ersten Male gewagt. Dass die Verfasserin für jene erste Zeit fast ausschliesslich die heimatliche Blütezeit des siebzehnten Jahrhunderts als Massstab genommen hat, und dass sie bei der späteren die Haager Schule der achtziger Jahre als den Brennpunkt darstellt, zu dem sie alle Kunstäusserungen, die sie bespricht, ins Verhältnis setzt, giebt ihrem Buche eine nationale, ja persönliche Färbung, die ohne Zweifel, zumal im Ausland, zu fruchtbaren Diskussionen Anlass geben, und so zu dem Endziele, zu welchem hier der erste Schritt getan ist, hinfördern wird. Die Übersetzung ist im Einverständnis mit der Verfasserin gemacht und enthält die zahlreichen Verbesserungen und Ergänzungen, welche dieselbe zu diesem Zwecke zur Verfügung stellte. An mehreren Stellen, wo jener erste Entwurf sich gar zu weit erging, ist durch Zusammenziehung versucht worden die Deutlichkeit zu steigern, ohne von dem Sinn etwas zu opfern. Im Übrigen ist aber nicht erstrebt worden dem Buche sein nationales und persönliches Gepräge durch Rücksicht auf deutsche Gesichtspunkte zu rauben.

Vorwort I
I Einleitung 1
II Die Historienmaler 17
III Die Romantik 61
IV Die Landschafts- und Genremaler 104
V Die Vorläufer der Haager Schule 131
VI Die Kleinmeister der Mitte des Jahrhunderts 166
VII Die Haager Schule 194
Einleitung 194
Die Grossmeister der Haager Schule 212
VIII Intermezzo 313
IX Die Haager Schule 329
Die Interieurmaler 329
Die holländische Zeichengesellschaft 343
Fortsetzung der Haager Malerschule 353
Das erste jüngere Geschlecht 366
Die Portraitmaler 377
Der Abend der Haager Meister 382
X Die jüngeren Meister der Haager Schule 386
XI Die Reaktion der Amsterdamer Jüngeren 426
XII Die neue Formel 463
Rückblick 483
Verzeichnis der Maler 487


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