Hess .:. Schletti

Hess, Hans Rudolf, Schletti. Roman. 1. Auflage. Gümligen: Zytglogge, 1986. 127 Seiten. Kartoniert.

Hess Hans Rudolf | Schweizer Literatur | Literatur Deutschschweiz


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Klappentext
Hans Rudolf Hess
Achtundfünfzig geboren
Antiquar in Bern
Anarchist
Aikidoka
Ein Reporter wird von einem Zeitungs-Verleger auf eine Geschichte angesetzt:
Schletti, Buchantiquar, ist eines Tages, nachdem ein Kunde die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff verlangt hat, spurlos in seinem Bücherregal verschwunden. Der Reporter recherchiert und wird immer mehr in die Anschauungsweise von Schlettis Bruder und der Freundin des Antiquars hineingezogen. Sie scheinen mit Schlettis Verschwinden gerechnet zu haben, zeigen sich davon nicht betroffen, unternehmen nichts, um die Sache aufzuklären. Jederrnensch hat das Recht, durch die Wände der Bücherregale auszutreten. Der Reporter spürt, dass er hier auf etwas Unfassbares gestossen ist, auf etwas, das sich nur oberflächlich und unzureichend erklären lässt. Er wird der halbtotalen Sicht seiner verbalen Möglichkeiten bewusst, gibt es auf, eine Reportage zu schreiben. Aber die Geschichte dieses faszinierenden Schletti-Nihilismus, der an den heiligen und profanen Werten rüttelt und der nichts als zum vornherein unmöglich betrachtet, diese Geschichte muss er loswerden. Bei einigen Stangen Bier vis-ä-vis eines bekannten Mannes. An einem Tisch im Bahnhofbuffet.
Wenn das kein aufregendes Buch gibt!

»Der Feind heisst Nihilismus«, schrieb die Philosophin Jeanne Hersch in ihren Anti-Thesen zu den Jugendunruhen 1980. Hier ist er. Hans Rudolf Hess beweist in grossartiger Weise, wo die 'wahre' Philosophie steckt: in der erweiterten Halbtotalen — der Weiterung.

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